Zwetschgenkuchen mit Streuseln

Zwetschgenkuchen mit Streuseln
Zwetschgenkuchen mit Streuseln

Wenn Pflaumen und Zwetschgen vermehrt in der Obstabteilung und auf Märkten zu finden sind, weiss ich... der Sommer neigt sich dem Ende zu.

Aber, wie kann das sein??!?! Er schein doch gerade erst richtig in Fahrt zu kommen!!!

Die ersten Kürbisse habe ich auch schon gesichtet (freu!!!) und in 4 Monaten ist Weihnachten :)

 

Auch wenn der Sommer sich aufbäumt! Das ist mir egal! Ich sehe Zwetschgen, ich will etwas mit Zwetschgen backen! Auch, wenn es auf meiner Zunge dann eher auf den Herbst zugeht, während draußen 36°C sind :)

Für mich beinhaltet die beste Zwetschgen-Kuchen-Kombination IMMER Streusel! Ich bin schließlich ein ausgesprochener Streusel-Fan! Und auch ein Zwetschgen-Fan! Komisch also, dass das hier mein erstes Rezept mit dem spätsommerlichen Obst wird. 

Bei meiner Rezept-Recherche habe ich mich durch diverse Seiten geklickt und Pinterest bemüht.

Hängen geblieben bin ich an einem Rezept, das letztes Jahr in der Sweet Dreams erschienen ist: Pflaumenkuchen nach Altdeutscher Art. 

Allerdings backe ich lieber mit Zwetschgen, als mit Pflaumen. Und nein, das ist nicht dasselbe!!! Zwetschgen können Pflaumen sein, aber Pflaumen keine Zwetschgen (das liegt daran, dass die Zwetschge eine Unterart der Pflaume ist :) ).

Mir ist die Pflaume zum Backen etwas zu süß und ehrlich gesagt nervt es mich eher, wenn ich den Stein nicht problemlos vom Fruchtfleisch lösen kann. Je nachdem wie viele Früchte verarbeitet werden sollen, kann das nämlich recht zeitintensiv werden. 

Zwetschgen sind etwas kleiner als Pflaumen, haben eine ausgeprägtere Säure, die mir in Kuchen deutlich besser schmeckt, sind nicht ganz so saftig und geben dementsprechend nicht so viel Feuchtigkeit an den Kuchen ab. 

Also  kommen bei uns die Zwetschgen in den Kuchen und die Pflaumen werden einfach so vernascht...

In diesem Kuchen habe ich außerdem zum ersten Mal glutenfreies Mehl verbacken. Mich interessierte es schon länger, ob man einen deutlichen Unterschied schmecken würde... und naja, eigentlich habe ich keinen großen Unterschied feststellen können. Das Mehl fühlt sich anders an, es quietscht mehr. Aber das Mundgefühl und auch der Geschmack nach dem Backen sind einwandfrei. 

Da ich (und meine Familie) allerdings unter keiner Unverträglichkeit leiden, wird es beim nächsten Mal sicher wieder "normales" Weizenmehl werden. Ich könnte mir aber auch sehr gut das etwas herzhaftere Dinkelmehl in diesem Kuchen vorstellen. 

So, jetzt geht´s aber los.

 

Für eine Springform mit 22 cm Durchmesser (Achtung, der Rand muss extra hoch sein, oder mit Backpapier verlängert werden) braucht Ihr:

Für den Teig und den Belag

600 g Zwetschgen

200 g weiche Butter

150 g Zucker (ich habe Rohrohrzucker verwendet)

1 Prise Salz

4 Eier

3 TL Weinsteinbackpulver

50 g Polenta

50 g gemahlene Mandeln

300 g glutenfreies Mehl

80 ml Milch

Für die Streusel

100 g glutenfreies Mehl

75 g Zucker (ich habe Kokosblütenzucker verwendet)

75 g Butter

50 g gemahlene Mandeln

 

 

Heizt Euren Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vor und legt Eure Backform mit Backpapier aus.

 

Wascht die Zwetschgen, entfernt die Steine und viertelt sie.

 

Für die Streusel verknetet Ihr alle Zutaten mit den Händen oder den Knethaken der Küchenmaschine /des Handrührers zu einer krümeligen Masse.

 

Schlagt in einer Schüssel die Butter mit dem Zucker und dem Salz hell und cremig auf. Gebt nacheinander die Eier in die Masse und rührt sie unter.

In einer zweiten Schüssel vermengt Ihr das Mehl mit dem Backpulver, den Mandeln und der Polenta.

Hebt nun die Mehlmasse abwechseln mit der Milch in 2 Portionen unter die Butter-Zucker-Ei-Masse, bis ein glatter Teig entstanden ist.

 

Gebt etwa die Hälfte des Teigs in die Backform, verteilt gleichmäßig die eine Hälfte der Zwetschgen darauf und füllt die Kuchenform mit dem restlichen Teig auf.

 

Auf dem Kuchen verteilt Ihr die restlichen Zwetschgenspalten und die Streusel. Backt den Kuchen ca. 60 Minuten. Macht zum Ende der Backzeit hin sicherheitshalber die Stäbchenprobe, um sicher zu gehen, dass Euer Kuchen auch durchgebacken ist.

Lasst ihn in der Form auskühlen und genießt den saftig- knackig-süßen-sauren Kuchen... vielleicht mit einem Klecks geschlagener Sahne.

 

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Backen und Vernaschen.

 

Herzlichst, Ria

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Kommentare: 2
  • #1

    EIN DEKOHERZAL IN DEN BERGEN (Samstag, 27 August 2016 21:02)

    mei do hätt i jetzt gern ah STÜCKAL
    schaut lecker aus,,,freu,,,freu

    hob no an feinen ABEND
    bis bald de BIRGIT

  • #2

    Ria (Donnerstag, 01 September 2016 10:09)

    @Birgit: Schön, dass Dir der Kuchen so gefällt. Ich bin auch sehr glücklich mit dem Ergebnis... Back´ ihn doch einfach mal nach. Ich kann´s nur empfehlen. LG Ria