eat&STYLE Messe in Düsseldorf und ein Motivtortenwettbewerb

Anfang Oktober fand die eat&STYLE, das wohl größte Foodfestival Deutschlands, erstmals in Düsseldorf statt.

Ich gehe schon seit einigen Jahren regelmäßig zu dieser Messe, um mir neue Inspirationen zu holen, neue Manufakturen kennen zu lernen, zu schlemmen, zu probieren, zu trinken und auch um den einen oder anderen Workshop zu besuchen.

In der Vergangenheit fand sie in der recht tristen Messe in Köln statt, umso gespannter war ich dieses Jahr auf die neue Location...

 

...und was die betrifft, sollte ich nicht enttäuscht werden. Mit den Hallen im Areal Böhler, einem ehemaligen Stahlwerk, hat die Messe eine richtig gute Wahl getroffen. Die Halle war groß, weitläufig, hatte viel Charme und die Stände hatten alle genug "Luft".

Dieses Jahr haben viele kleine Manufakturen ausgestellt, die Stände waren, im vergleich zu den letzten Jahren, etwas kleiner, was es einfach persönlicher machte.

Ich hatte die Möglichkeit mich mit einigen Herstellern zu unterhalten und Informationen über die Produkte und über ihren Entstehungsprozess zu erhalten. Das Probieren sollte dabei natürlich auch nicht zu kurz kommen. An jedem Stand konnte man nach Belieben testen... Trockenfleisch, Käse, Konfitüre, Wein, Spirituosen (vor allem GIN), Gewürze, Wurst und noch viel viel mehr. 

Einige Manufakturen, die es mir besonders angetan haben, möchte ich Euch kurz vorstellen:

 

Bei Spicebar bekommt man Gewürzmischungen. Aber nicht so, wie man sie aus dem Supermarkt kennt... alles ist Bio und einfach besonders. Wie wäre es z.B. mit Purpur Curry oder einer Haferbrei Gewürzmischung??!?! Besonders gespannt bin ich auf die Fruitality Gewürzmischung, die u.a. Kokosblütenzucker, Mangopulver und Cumeo-Pfeffer enthält, die schon in meinem Regal steht und nur darauf wartet, das Highlight in einem meiner Gebäckstücke zu werden :)

Toll waren auch die Aufstriche von Haselherz. Sie bestehen immer maximal aus 2 Komponenten: Haselnuss und entweder eingedickten Trauben oder Kokosblütenzucker. Die Aufstriche schmecken wirklich lecker und sind sowohl Bio als auch Vegan.

Den einen oder anderen Gin habe ich auch probiert, besonders im Gedächtnis und auf der Zunge ist mir der von Schumm geblieben. Der Wunderburg Gin solo schmeckt schon sehr fein und mild. Der besondere Kick kommt dann aber über eine Süßholzwurzel, mit der der Gin kurz verrührt wird. Man sieht, wie sich der Gin leicht golden verfärbt und hat dann eine ganz leichte Lakritznote, die mitkommt. Ein echter Hingucker, wenn man das so seinen Gästen serviert!

In der Halle verteilt waren einige Bühnen mit Küchen, in denen die Workshops stattfanden. In verschiedenen Themenwelten konnte sich wirklich so gut wie jeder wiederfinden, der Interesse an Food hat: Drinks, Men´s World, Miele Backstube, Küchentricks und Sous Vide, Trendkitchen, Wine und Coffee.

 

Für die Workshops, die i.d.R. kostenlos waren, konnte man sich im Vorfeld online anmelden und dann z.B. mit Andrea Schirmaier-Huber Einhorn-Cookies backen oder mit Lucki Maurer Fleisch zubereiten.

Zwar konnte man zwischendurch einiges naschen, aber nach einiger Zeit überkommt einen dann doch ein richtiges Hüngerchen.

Auf einem Foodfestival sollte man erwarten, dass man im Paradies ist und eine große Auswahl an ausgefallenem Streetfood und Delikatessen hat. Leider war das gar nicht der Fall. 

Wir sind natürlich nicht verhungert, aber richtig glücklich waren wir mit dem Angebot nicht. Es gab Churros, Leichtes aus den Küchen von "Who´s Mina" und "Sterns", die bei der "Karawane der Köche" teilgenommen haben, Muscheln, Currywurst und Fish&Chips. Für den süßen Abschluss war TörtchenTörtchen zuständig, die mit frisch gefüllten Eclairs, Macarons und kleinen Törtchen den Nachtischhunger gestillt haben. 

Wir haben uns für Fish&Chips (allerdings mit Süßkartoffelpommes) entschieden und hatten ein köstliches Eclair mit Pistaziencreme und Himbeeren <3 Das hat tatsächlich fehlende Auswahl entschädigt! Yummy!!!

Der Motivtortenwettbewerb

Was den Besuch der Messe dieses Jahr für mich sehr besonders gemacht hat, war, dass ich eingeladen wurde, in der Jury zum Motivtortenwettbewerb zu sein und neben Andrea Scharmier-Huber, der Weltkonditorenmeisterin, der lieben Veronique Witzigmann und Matthias Ludwigs von TörtchenTörtchen, die Motivtorten zu bewerten. 

eat&STYLE hatte im Vorfeld MotivtortenbäckerInnen aufgefordert, Ihre liebste Torte zu zeigen und 5 Kandidatinnen ausgewählt, die vor Ort in 90 Minuten eine Torte zusammensetzen und ausdekorieren sollten. Die Bausteine dazu, wie Böden, Cremes und Füllungen durften fertig mitgebracht werden. 

Das Thema, wie die Torte also aussehen sollte, war von den Kandidatinnen frei wählbar. 

Es wurde nicht nur das Aussehen, die Idee und die Arbeitsweise, sondern natürlich auch der Geschmack von uns bewertet. 

Auf der Seite zu stehen, die bewerten darf, war eine für mich sehr spannende Aufgabe. Ein Highlight war es natürlich, die anderen Jurymitglieder kennen zu lernen. Mit Veronique hatte ich mich auf der letztjährigen eat&STYLE bereits ein wenig unterhalten, als ich bei Ihr einen Workshop besucht habe und konnte an die Gespräche schnell anschliessen. 

 

Nach einer kurzen Einweisung und Vorstellungsrunde liefen die 90 Minuten... 

 

Die 5 Kandidatinnen legten sofort los. Innerhalb von kürzester Zeit entstanden wahre Tortentürme. Es wurde eingestrichen, vermessen und gestapelt. 

Es sollte eine herbstliche Torte mit einem Kürbis, eine Halloween-Torte, eine Sushi-Torte, eine Eulen-Torte und eine Hochzeitstorte mit Amethyst geben. 

Während die Damen fleißig waren, durften wir sie zu dem befragen, was sie da taten, warum sie es tun und was wir denn später von Ihnen serviert bekommen sollten. 

Die Zeit verging wie im Flug und ich war wirklich froh, nicht auf ihrer Seite zu stehen. Die letzten Minuten wurden dann, nachdem es die ganze Zeit recht ruhig und entspannt zuging, dann doch nich etwas stressiger. Alle Kandidatinnen haben aber in der Zeit Ihre Torte fertiggestellt.

 

Und jetzt waren wir an der Reihe. Die Werke, die, vor allem im Hinblick auf die Zeit, wirklich toll waren, sollten verkostet werden. 

Anhand eines Bogens mit unterschiedlichen Kategorien durften wir für jeder Torte Punkte verteilen, die dann addiert wurden. 

 

Wir 4 Juroren haben alle einen etwas anderen Blick auf Gebäckstücke gehabt und natürlich hat jeder einen eigenen Geschmack, so dass das Ergebnis fair war und viele verschiedene Gesichtspunkte berücksichtigt hat.

Gewonnen hat übrigens Alegra von Cake it Up Tortendesign mit Ihrer spektakulären Hochzeitstorte.... 

Und hier sind die anderen Torten (leider gibt es kein Foto der herbstlichen Kürbistorte)

Es gab natürlich auch etwas zu gewinnen: Die Gewinnerin bekommt einen 200 € Gutschein von GEFU, Eintrittskarten für die nächste eat&STYLE und die Möglichkeit das Tortenrezept in einem professionell produzierten Food-Video auf dem eat&STYLE Blog zu veröffentlichen.

Insgesamt war es ein spannendes, anregendes Wochenende mit vielen netten Gesprächen. Ich freue mich, so viele liebe Menschen kennen gelernt zu haben und bin gespannt, wer als Deutschlandsieger aus den Motivtortenwettbewerben hervor geht. Es besteht nämlich noch die Möglichkeit in München, Hamburg und Stuttgart teilzunehmen. 

 

Klar ist, dass ich nächstes Jahr wieder zur eat&STYLE fahren werde, um mich inspirieren zu lassen!

Ich wünsche Euch eine tolle Zeit! 

 

Herzlichst, Ria

Vielen Dank an FLEET FOOD Events für das zu Verfügung stellen einiger der von mir verwendeten Bilder. FLEET FOOD Events hat das Copyright an den Bilder.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0