Himbeer-Brownie-Torte 2.0

fraustillerbackt gibt es jetzt seit etwa 2,5 Jahren... das Hobby, also die Kombination aus Rezepte  (weiter-) entwickeln, Backen, Dekorieren, Fotografieren und darüber Schreiben, ist mir sehr ans Herz gewachsen, macht mir einfach Spaß und ist aus meinem Leben gar nicht mehr weg zu denken :)

Ich habe mich in dieser Zeit aber auch verändert, andere Prioritäten in der Küche, einen anderen Anspruch an meine Ernährung, logischerweise spiegelt sich das auch im Blog wieder. So sollte es aber auch sein, oder?!?! 

Etwas, das sich über die Zeit, zumindest für mein Auge, auch verändert hat, sind meine Bilder.

Es gibt sooooo unglaublich schöne, ansprechende Food-Fotos. Solche, bei denen man gerne einmal das Display abschlecken möchte - diese Bilder habe ich nicht. Die werde ich wohl auch nie hin kommen... Ich experimentiere immer noch viel herum, habe aber so eine Richtung gefunden, in die es für mich fototechnisch geht.  Ich versuche es möglichst "nett" zu gestalten, ohne in einem übertriebenen Dekowahn auszubrechen.

 

Ihr sollt natürlich auch durch ein ansprechendes Bild animiert und inspiriert werden, in die Küche zu huschen und etwas Leckeres herzustellen. Also sollten die Bilder, die ich mache nicht ganz katastrophal sein ;)

Nun gut, warum erzähle ich Euch das alles jetzt??!?! 

Es liegt am Blogevent von Bake to the roots! Marc feiert unter dem Motto "ReCreate" seinen 3. Bloggeburtstag - HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH - und hat uns Foodblogger aufgefordert ein altes Rezept wieder auszupacken und noch einmal zu machen, um Euch zu zeigen, was sich seit unseren Anfängen getan hat. Neu interpretiert oder genau so, wie zuvor, das ist jedem selber überlassen. Ich finde das Thema absolut klasse und freue mich, Euch meine "alte", aber etwas überarbeitete, Himbeer-Brownie-Torte noch einmal zeigen zu können.

Rezept

Für eine Torte mit 15 cm Durchmesser braucht Ihr:

Für die Himbeer-Brownie-Böden

225 g Butter

200 g Zartbitterschokolade

220 g heller Muskovado-Zucker 

100 g Rohrohrzucker

4 Eier

200 g Mehl

100 g gemahlene Mandeln

40 g ungesüßtes Kakaopulver

1 TL Weinsteinbackpulver

150 g Himbeeren (TK oder frisch)

 

Für die Meringue-Buttercreme mit Himbeeren

5 Eiweiß

250 g Rohrohrzucker

280 g zimmerwarme Butter

100 g Himbeeren (TK oder frisch)

nach Belieben rosa/pinke/rote Pastenfarbe

 

Für die Schokoglasur

50  g Zartbitterschokolade

25 g Butter

 

Als Deko

frische Himbeeren

Ich habe die Torte in 4 einzelnen flachen Backformen mit 15 cm Durchmesser gebacken, Ihr könnt aber auch 2 Springformen verwenden und die Böden dann später horizontal teilen, damit Ihr insgesamt 4 Böden erhaltet. Beachtet dabei bitte die längere Backzeit und macht sicherheitshalber die Stäbchenprobe.

Fettet die Backformen und heizt den Backofen schon einmal auf 175 °C Ober-/Unterhitze vor.

Die Butter gebt Ihr gewürfelt mit der gehackten Schokolade in einen Topf und lasst beides bei geringer Hitze schmelzen und dann abkühlen.

Den Zucker schlagt Ihr mit den Eiern einige Minuten schaumig auf.

Die trockenen Zutaten - Mehl, Mandeln, Kakao und Backpulver - in einer Schüssel miteinander vermischen.

Gebt jetzt die Schoko-Mischung zur Eiermasse und verrührt das Ganze gründlich. Danach die trockenen Zutaten dazugeben und zu einem glatten Teig verarbeiten. Jetzt die Himbeeren dazu geben und den Teig gleichmäßig auf die Backformen verteilen.

Backt die Böden etwa 30 - 35 Minuten (wenn Ihr in 2 Backformen backt, lasst den Kuchen etwa 60 Minuten im Ofen) und lasst sie dann auf einem Kuchengitter auskühlen.

Für die Buttercreme schlagt ihr die Eiweiße mit dem Zucker in einer Schale über dem Wasserbad so lange, bis sich die Zuckerkristalle aufgelöst haben. ACHTUNG: lasst das Ei nicht zu warm werden, da es sonst stockt und achtet darauf, dass die Masse immer in Bewegung ist.

Sobald der Zucker sich aufgelöst hat nehmt ihr die Schale vom Wasserbad und schlagt die Eiweiße mit dem Handrührer oder der Küchenmaschine so lange weiter, bis ein steifer Baiser entstanden ist (das kann bis zu 10 Minuten in Anspruch nehmen).

Zum Schluss gebt ihr portionsweise die zimmerwarme Butter dazu und vermengt alles gut, so dass eine lockere Creme entsteht.

Die Himbeeren püriert Ihr im Mixer und streicht das Püree dann durch ein feinmaschiges Sieb in die Buttercreme.

Zieht nun das Himbeerpüree unter die Buttercreme und verarbeitet es zu einer glatten Masse. Wenn Euch der Farbton nicht intensiv genug ist, könnt Ihr mit etwas Pastenfarbe nachhelfen.

Wenn die Tortenböden vollständig erkaltet sind, (teilt sie horizontal, um 4 Böden zu erhalten - natürlich nur dann wenn Ihr keine einzelnen Böden gebacken habt) bestreicht Ihr 3 der Böden dünn mit der Buttercreme, dafür verwendet Ihr etwa die Hälfte der Creme. Die Böden werden nun mit der Creme auf der Oberseite aufeinander gesetzt. Zuletzt legt Ihr den noch nicht bestrichenen Boden oben auf die Torte. Achtet beim Stapeln darauf, dass Ihr möglichst gerade arbeitet und die Creme schön gleichmäßig verteilt ist.

Nun überzieht Ihr die komplette Torte mit einer dünnen Schicht Buttercreme und stellt sie für etwa 20 Minuten in den Kühlschrank, bis die Schicht fest geworden ist.

Füllt etwa 3 gehäufte EL der Buttercreme in einen Spritzbeutel mit Tüllenadapter.

Jetzt könnt Ihr die restliche Buttercreme gleichmäßig auf die Torte auftragen und mit einer Winkelpalette glatt streichen.

Stellt die Torte wieder kalt, während Ihr die Schokoladenglasur herstellt.

Die Schokolade hackt Ihr klein und erwärmt sie auf niedriger Stufe zusammen mit der Butter in einen Topf. Lasst die Glasur so weit abkühlen, dass sie leicht stockt, aber noch gießbar ist.

Füllt die flüssige Schokolade in einen Spritzbeutel, schneidet die Spitze ab und spritzt sie nah am Rand der Torte entlang. Macht dabei leichte Wellenbewegungen mit der Hand, damit einmal mehr, einmal weniger Schokolade an der Torte herab läuft.

Stellt die Torte 20 Minuten kalt. 

Für die Tuffs auf der Torte habe ich verschiedene kleine Stern- und Lochtüllen verwendet. Dekoriert auf und zwischen Ihnen noch ein paar Himbeeren und fertig ist das Törtchen...

... und wie gefällt´s Euch?

Zum Vergleich hier die direkte Bildergegenüberstellung :) Und das "alte" Rezept zum Nachlesen.

Noch ein Tipp am Rande...

Im ursprünglichen Rezept habe ich normalen Zucker anstatt Muscovadozucker verwendet. Das würde ich nicht mehr tun und empfehle Euch: 

Verwendet AUF JEDEN FALL Muscovadozucker! Der Geschmack ist ein anderer, viel voller und karamelliger!

Wie unschwer zu erkennen ist, stand das Törtchen auf meiner Geburtstags-Kaffeetafel und war wirklich sehr lecker! Der Boden ist so schön saftig, nicht zu süß und die Creme himbeerig-leicht. Probiert´s aus, Ihr werdet nicht enttäuscht sein!

 

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachbacken und Vernaschen.

 

Herzlichst, Ria

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Kommentare: 4
  • #1

    Marc (Mittwoch, 01 Februar 2017 09:58)

    Hallo Ria,
    freut mich sehr, dass Du beim Blogevent dabei bist! Die Neuauflage der Torte sieht hammergut aus! Obwohl mich die dicke Schokoladenschicht der ersten Version auch anmacht :D Ich kann das knacken der Schicht förmlich hören beim Anschneiden... prima - jetzt hab ich hunger ;)

    LG, Marc

  • #2

    Fräulein Zuckerbäckerin (Freitag, 03 Februar 2017 19:05)

    wuhhuuuuuuuuuuu!!!

    So ein Hammer Törtchen meine Liebe :)
    Die Kombi lieböööö ich total, aber was sage ich: Schokiiii geht doch eigentlich immer, oder? An der Aktion vom lieben Marc mag ich eigentlich auch teilnehmen, ajajajjjj. Da muss ich mich ja ranhalten :)
    Zuckersüße Grüße
    und ein feines Wochenende
    Tuba

    von http://fraeulein-zuckerbaeckerin.blogspot.de/

  • #3

    Törtchenfieber (Freitag, 10 Februar 2017 20:14)

    Liebe Ria,
    Wow, du hast tolle Fortschritte gemacht!
    Und für dieses Törtchen würde ich schon ganz gern in meinen Laptop kriechen oder den Bildschirm abschlecken ;-)
    Liebe grüße Julia

  • #4

    Küchenduft und Backgenuss (Montag, 20 Februar 2017 18:51)

    Liebe Ria, die Torte sieht zum Anbeißen aus! Version 2.0 hat sich auf jeden Fall gelohnt und war bestimmt super schnell alle ;) Viele Grüße, Katharina