Donauwellen-Torte

Zum Geburtstag eines Freundes darf es auch mal etwas mehr sein, oder?

Wir waren vor kurzem zu einem 40. Geburtstag eingeladen... das besondere daran war, dass die Freundin des "Geburtstagskindes" eine Überraschungsparty geplant hatte. Ich mag Überraschungen ja - also, wenn es gute und schöne sind :) Und das war es in diesem Fall ja!!!

Nun ja, es ist nun seit geraumer Zeit so, dass ich, wenn ich eingeladen bin, schon gar nicht mehr anders kann, als etwas Gebackenes oder irgendetwas Feines aus meiner Küche mitbringen muss. Es ist nicht so, dass es von mit erwartet würde, aber ich mache meinen Mitmenschen einfach gerne eine Freude. Und womit könnte ich das besser machen, als mit einem Kuchen, der dem Anlass entsprechend ist??!?!

Also habe ich mir Gedanken gemacht, mit welcher Torte ich dem Jubilar wohl eine Freude machen kann. Weil sie schon ganz lange auf meiner "Für-den-Blog-to-bake-Liste" stehen, habe ich mich für Donauwellen entschieden: sehr klassisch, ein Kuchen, der beim Sonntagskaffee auf sehr vielen Kuchentafeln steht. Aber ganz so "einfach" wollte ich es mir nicht machen und habe diesen Klassiker in sein Partygewand geschmissen und eine feine Torte daraus gezaubert. Von Außen nicht zu erkennen, birgt das Innere, passend zur Party, auch eine Überraschung :)

Rezept

Für eine Torte mit 22 cm Durchmesser braucht Ihr:

Für den Teig

250 g weiche Butter

150 g Rohrohrzucker

1 Päckchen Vanillezucker

380 g Mehl

1 Päckchen Weinsteinbackpulver

5 Eier (zimmerwarm)

120 ml Milch + 30 ml Milch

20 g Kakaopulver

1 - 1 1/2 große Gläser Schattenmorellen

 

Für die Buttercreme

5 Eigelb

500 ml Milch

Mark von 1 Vanilleschote

Abrieb von 1/2 Tonkabohne nach Belieben

100 g Rohrohrzucker

50 g Speisestärke

300 g weiche Butter

 

Für den Guss

200 g Zartbitterschokolade 

50 g Butter

 

Beginnt mit dem Pudding (Ihr könnt alternativ natürlich auch einen Fertigpudding anrühren): Verrührt alle Zutaten bis auf die Butter in einem Topf miteinander. Erhitzt die Masse unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen auf mittlerer Stufe, bis Ihr merkt, dass sie andickt. Rührt den Pudding gut durch, füllt ihn in eine andere Schüssel um und deckt ihn direkt an der Oberfläche mit Frischhaltefolie ab, damit sich keine Haut bildet. Lasst den Pudding abkühlen.

Gebt die Schattenmorellen in ein Abtropfsieb.

Heizt den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vor und fettet 2 Backformen mit 22 cm Durchmesser.

Mit dem Teig macht Ihr nun weiter. Gebt die weiche Butter und den Zucker in die Schüssel und schlagt sie mit dem Handrührer oder der Küchenmaschine cremig auf. Gebt nacheinander die Eier hinein. Schlagt sie jeweils ca. 30 Sekunden unter. Fügt dann auf langsamer Stufe im Wechsel die 120 ml Milch und das Mehl mit dem Backpulver unter die Eimischung. Verrührt alles zu einem homogenen Teig.

Füllt jeweils etwa 1/4 des Teiges in die gefetteten Backformen und streicht ihn in der Form glatt. Rührt nun das Kakaopulver und die restliche Milch unter den verbleibenden Teig. Gebt diesen Teig auf den hellen und streicht auch ihn glatt. Verteilt die Kirschen gleichmäßig auf beide Backformen und drückt einige von ihnen tief in den Teig hinein. Backt ihn etwa 35 Minuten und lasst den Kuchen dann gut auskühlen. 

Wenn der Pudding auf Zimmertemperatur abgekühlt ist, könnt Ihr ihn mit der Butter cremig aufschlagen.

Legt einen der Kuchen auf die Tortenplatte, auf der Ihr später die Torte serviert möchtet, oder auf ein Cakeboard. 

Legt einen Tortenring darum und bestreicht den Boden mit ca. 1/3 der Creme. Verstreicht sie möglichst gerade. Dafür eignet sich eine kleine Winkelpalette besonders gut. Legt nun den zweiten Kuchen darauf und verstreicht das 2. Drittel der Creme darauf. Achtet darauf, dass die Oberfläche möglichst gerade wird. Stellt die Torte etwa 30 Minuten im Kühlschrank kalt.

Nehmt nun vorsichtig den Tortenring ab und streicht die Seiten mit der restlichen Creme gleichmäßig ein. Stellt die Torte erneut für etwa 60 Minuten kalt.

Hackt die Schokolade klein und schmelzt sie über dem Wasserbad zusammen mit der Butter. Lasst sie etwas abkühlen und begießt die Torte damit. Ihr müsst schnell arbeiten, damit die Schokolade schön an den Rändern entlang fließen kann. Verstreicht die Schokolade gleichmäßig auf der Torte und lasst immer wieder "Nasen" am Tortenrand herunter laufen.

Lasst die Schokolade fest werden und spritzt nun 12 kleine Rosen mit der restlichen Buttercreme auf. Gebt jeweils eine Kirsche darauf.

Da ich vor und während der Feier leider so gar keine Chance darauf hatte, ein paar hübschen Bilder von dem Kuchentraum zu schießen, musste sie übrigens direkt noch einmal an meinem eigenen Geburtstag gemacht werden, damit Ihr auch Bilder zum Rezept bekommt. 

Ich habe sie allerdings für mich etwas höher, dafür mit einem geringeren Durchmesser gebacken (4 Böden à 15 cm Durchmesser). Die Zutatenverhältnisse habe ich nicht geändert, die Backzeit verkürzt sich auf etwa. 30 Minuten.

Allerdings würde ich - wenn man einfach nur eine leckere Torte essen möchte, die auch dazu noch gut aussieht - das Backen von 4 Böden bei dieser Torte nicht unbedingt empfehlen. Es sieht ohne Frage gut aus, aber es ist zeimlich schwierig "stehende" Stücke abzuschneiden und ein normal breites Stück ist für eine Person wirklich viel zu viel!!!

Damit Ihr eine Idee davon habt, wie das ursprüngliche Törtchen aussah, hier das einzige, leider wirklich schlechte Bild, noch ohne Deko :(

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachbacken und Vernaschen.

 

Herzlichst, Ria

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Judith (Freitag, 17 Februar 2017 13:30)

    Deine Torte war aber auch mal wieder sowas von lecker! Die Gäste haben ja gar nicht die Finger davon lassen können. Daumen hoch wie immer, meine liebe!