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Erdbeer-Rhabarber-Streusel-Cheesecake

Ich bin ja wirklich ein großer Käsekuchenfreund, vor allem Cheesecakes in diversen Varianten haben es mir angetan, gleichermaßen liebe ich aber auch Streusel und ach ja, Erdbeeren!!! Ich liebe liebe liebe Erdbeeren!

Wie passend, dass die Saison gerade beginnt. Ich freue mich jedes Jahr wie ein kleines Kind, die süßen, saftigen Früchtchen zu schnabulieren :)

Wie passend auch, dass die Erdbeere sich zu einem großen Teil die Saison mit einem sauer-fruchtigen Gemüse teilt: Rhabarber. Hach und die Kombination von beiden und das in Verbindung mit Cheesecake und Streuseln!!! Perfekt!

Hallo, Kuchenhimmel!!!

Die Idee war also da... nun sollte der Kuchen aber nicht so werden, wie man ihn kennt... mit Erdbeersauce oben drauf oder drunter.

Die Erdbeeren sollten in den Teig! Da dieses Früchtchen aber sehr sehr empfindlich und eigen auf höhere Temperaturen reagiert, findet man fast gar keine Rezepte, in denen ein Kuchen so gebacken wird, wie ich es mir vorgestellt habe. 

"Was soll schon passieren?" habe ich mir gedacht und es einfach ausprobiert. Schlimmer, als dass der Kuchen ungenießbar wird und die Zutaten für die Katz´ sind, wird es wohl nicht werden und wer nicht wagt, der nicht gewinnt... und so!

Aber so wurde er nicht, ganz und gar nicht! Der Kuchen ist zwar eher einer von der Sorte "Die inneren Werte zählen", aber ich habe ihn sofort in mein Herz geschlossen und wie es sich für einen ordentlichen Cheesecake gehört, schmeckt er am nächsten Tag gleich noch besser!

Geschmacklich ist es eine Art besonders fruchtiger "Ed-von-Schleck" mit knusper-krümeligen Streuseln oben drauf - für all die, die Ed-von Schleck nicht kennen: das ist ein Eis, das ich in meiner Kindheit mehr als geliebt habe... man hat das Eis mit einem Stäbchen von unten aus einem Plastikbehälter geschoben und konnte es zurück fahren lassen. Die Geschmacksrichtung ist Erdbeere-Sahne oder Erdbeer-Vanille. Auf jeden Fall extrem lecker! Auch heute noch!

Beim nächsten Backen würde ich wahrscheinlich etwas mehr oder das Kompott nur aus Rhabarber zubereiten, da der Rhabarbergeschmack wirklich sehr dezent war und eigentlich nur eine besondere, frische Note in den Kuchen gebracht hat. 

Wer von Euch hat Lust auf einen cremigen, fruchtig-sahnigen, erdbeerig und knusper-krümerligen Cheesecake?

Rezept

Für einen Kuchen mit 26 cm Durchmesser braucht Ihr:

Für den Cheesecake

750 g Doppelrahmfrischkäse

200 ml Sahne

50 g Stärke

200 g Zucker

2 TL Vanilleextrakt

5 Eier

200 g Haferkekse

75 g geschmolzene Butter

200 g Erdbeeren

 

Für das Kompott

200 g Erdbeeren

200 g Rhabarber

100 g Zucker

 

Für die Streusel 

160 g Mehl

80 g Zucker

80 g kalte Butter

40 g Haferkekse 

Beginnt mit dem Kompott. Putzt den Rhabarber und die Erdbeeren und schneidet alles in kleine Stücke und gebt sie mit dem Zucker und 30 ml Wasser in einen Topf. Lasst alles aufkochen, reduziert die Hitze und lasst es dann für einige Minuten köcheln, bis der Rhabarber sehr faserig ist und fast komplett auseinander fällt. Rührt zwischendurch immer wieder einmal um. Lasst das Kompott vollkommen auskühlen.

Heizt den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze auf. Fettet die Seiten Eurer Springform. Halbiert ein Backpapierblatt der Länge nach und klebt die Hälften an der Innenseiten der Form fest.

Zerkrümelt die Kekse möglich fein. Das geht sehr gut, wenn Ihr die Kekse in einen Gefrierbeutel füllt und mit einem Nudelholz möglichst platt walzt.

Verrührt die Kekskrümel mit der geschmolzenen Butter und drückt die Masse am Boden Eurer Springform fest. Backt den Boden etwa 10 Minuten und lasst ihn vollkommen auskühlen.

Reduziert die Temperatur auf 160°C. Wascht die Erdbeeren, befreit sie vom Grün und püriert sie mit einem Mixstab fein.

Für die Streusel verknetet Ihr mit den Händen das Mehl, den Zucker und die Butter, die Ihr zuvor in kleine Stückchen geschnitten habt, zu einer krümligen Masse. Zerbrecht die Kekse und gebt sie zu der Krümelmasse und stellt sie bis zur Verwendung kalt.

Bereitet nun die Cheesecakemasse zu: Rührt den Frischkäse mit der Sahne glatt. Gebt dann den Zucker und den Vanilleextrakt hinzu. Danach rührt Ihr die Eier in den Teig ein. Zuletzt zieht Ihr die Stärke unter und das Erdbeerpüree unter.

Verteilt 1/3 der Masse auf dem Boden. Gebt dann das Kompott darauf und bedeckt es vollkommen mit der restlichen Cheesecakemasse.

Krümelt jetzt vorsichtig die Streusel auf den Kuchen und verteilt sie gleichmäßig.

Backt den Kuchen etwa 60 Minuten bei 160°C. Sollten die Streusel Euch etwas zu hell sein erhöht dann die Temperatur auf 200 °C und backt den Kuchen 10 weitere Minuten.

Öffnet die Ofentür und lasst ihn am besten im Ofen komplett auskühlen. 

Der Nachteil der empfindlichen Erdbeere ist, dass anstelle einer schönen rosa Cheesecakefüllung nach dem Backen eine etwas dumpfe und angegraute Masse aus dem Ofen kommt.

Aber glaubt mir: Geschmacklich ist es mehr als lecker und verdient einen Versuch!!!

Ich denke, dass ich beim nächsten mal einen Weg suchen werde, wie die Farbe doch noch in den Kuchen kommt... vielleicht mit etwas Rote Beete-Pulver oder Lebensmittelfarbe.

Wenn Ihr es ausprobiert habt, teilt mir gerne Eure Erfahrungen mit. Habt Ihr es geschafft, dass der Kuchen doch irgendwie rosa war?

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachbacken und Vernaschen.

 

Herzlichst, Ria

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Kommentare: 1
  • #1

    Anna von "Die Küchenwiesel" (Sonntag, 16 April 2017 11:54)

    Der Kuchen sieht einfach zu lecker aus. :) Rhabarber und Erdbeeren passen ja einfach unheimlich gut zusammen. :)

    Frohe Ostern und viele Grüße,
    Anna