· 

"Foodblogger bei der Arbeit" und Grießbrei mit Zwetschgen-Zimt-Kompott

Am letzten Wochenende hieß es für mich und ein paar andere Bloggerkollegen wieder: Biohof Bursch trifft Foodblogger.

Bereits zum 3. mal in diesem Jahr hatte Lothar Tolksdorf, der für die Öffentlichkeitsarbeit und noch so viel mehr auf dem Hof zuständig ist, uns eingeladen, den Demeterhof zu besuchen. 

Diesmal sollte es aber ein besonderes Treffen sein: der Plan war, dass wir uns unser eigenes Gemüse und Kräuter von den Feldern ernten, um dieses dann später in der Hofküche zuzubereiten. Jeder hatte sich im Vorfeld Gedanken gemacht, was er wohl am besten zum Verköstigen der Besucher zubereiten konnte.

Und so machten wir uns pünktlich um 8 Uhr auf dem Anhänger eines Traktors auf den Weg zu den Feldern....

Bei angenehm-sommerlichen Temperaturen ließen wir uns von Faruk, der seit vielen Jahren auf dem Hof arbeitet und die Felder wie seine Westentasche kennt, zu all den Gemüsesorten fahren, die wir für unsere Gerichte brauchten: Mangold, Kräuter, Salat, Auberginen, Zucchini, Tomaten, Paprika.... festes Schuhwerk war da sehr von Vorteil. Weil es die Tage zuvor geregnet hatte, waren die Felder und Wege doch recht matschig. Das störte uns aber wenig. Und so arbeiteten wir und von Feld zu Feld, wir schnitten und ernteten und die Gemüsekisten füllten sich.

Das reichhaltige Angebot und die unglaubliche Frische haben mich wirklich umgehauen. Es ist nicht nur für den Gaumen, sondern auch für das Verständnis von und Verhältnis zu Lebensmitteln eine tolle Erfahrung gewesen, auch selber einmal Hand anzulegen. Bei mir ist die Wertschätzung von qualitativ hochwertigem Gemüse (unglaubliche Frische und unbehandelt!) noch einmal gestiegen. Und auch, wenn ich nur eine ganz ganz vage Ahnung davon haben kann, ist mir der Aufwand, mit dem die Felder bestellt und später geerntet werden, jetzt viel präsenter. 

Alle Zutaten, die wir nicht auf den Feldern finden konnten, haben wir dann im schönen Hofladen dazu gekauft. Zusätzlich zu dem Gericht, das ich geplant hatte (zu dem gibt es gleich dann auch das Rezept) habe ich meine Gazpacho gemacht.

Ich habe mir gedacht, dass ich sie wahrscheinlich nie wieder mit so frischem Gemüse zubereiten könnte, wie an diesem Tag, und habe sehr gehofft, dass die kürzere Marinierzeit sich nicht negativ auf den Geschmack auswirken würde. 

"Was ist ein Foodblogger? Und was macht Ihr hier??!?!"

Da wir nach der Ernte bereits 30 Minuten Zeitverzug hatten, legten wir, in der schönen Hofküche angekommen, auch alle sofort los. Es wurde geschnippelt, geraspelt, geknetet und gerührt... ich begann damit, mein Gemüse für die Gazpacho klein zuschneiden, damit es zumindest ein paar Minuten mit den Kräutern und dem Öl ruhen konnte. 

Richtig toll war es, dass einige der Biohof-Kunden an der offenen Küche stehen blieben, unser Treiben beobachteten und Fragen stellten.

Eine besonders beliebte Frage: Was ist ein Foodblogger??!??!?

Und genau das war das Spannende... die sehr analoge Hofwelt kam zusammen mit uns, die natürlich auch "echt" kochen und backen, aber eben auch darüber schreiben und es "digital" auf unseren Seiten der Welt zu Verfügung stellen. 

Es hat richtig viel Spaß gemacht, etwas vom eigenen Wissen weiter zu geben oder über Zubereitungsschritte zu sprechen. 

Mein 2. Gericht, der Grießbrei mit den Zimt-Zwetschgen dauerte zwar nicht lange in der Zubereitung, kurz vor 12 Uhr wurde es dennoch ziemlich stressig in der Küche. Um 12 Uhr sollte nämlich die Verkostung beginnen, aber die Zeit, die es braucht, um so viele kleine Portionen anzurichten, hatte ich nicht wirklich eingeplant :).

Letztendlich hat aber alles ganz gut funktioniert und wir konnten mit unseren vollen Tabletts zu den Kunden und sie probieren lassen. Die Resonanz war richtig klasse! Normalerweise bekomme ich ja nur von meiner Familie oder Freunden direktes Feedback (und natürlich von Euch, wenn Ihr ein Rezept ausprobiert habt :) ).

Wenn ich die Gesichter richtig gedeutet habe, war die Marinierzeit des Gemüses für die Gazpacho nicht zu kurz und der Grießbrei hat vor allem den Kleinen gut geschmeckt :)

Die Portionen waren dann so schnell verteilt, dass ich diejenigen, die Nachschlag haben wollten, leider nicht bedienen konnte... aber das ist ja auch ein ganz gutes Zeichen ;)

Zufrieden und auch ein wenig geschafft ließen wir dann gemeinsam bei einem Kaffee den Nachmittag ausklingen. 

Neben mir waren wieder einige liebe Bloggerkollegen dabei, die auch leckere Dinge gezaubert haben. Hier bekommt Ihr einen Überblick (... die restlichen Rezeptverlinkungen trage ich nach :) )

 

Danielas Foodblog - Mangold-Flammkuchen

Melanie Kirkmechtel - Tzaziki

Vamily

Gabriela Freitag-Ziegler - Wirsingstudel

Querbeet - natürlich kochen

Rezept

Für 8 Portionen braucht Ihr:

Für den Griessbrei

1 l Vollmilch

200 ml Schlagsahne

150 g Weichweizengriess

Mark von 1 Vanilleschote

Abrieb ca. 1/4 Tonkabohne

80 g Rohrohrzucker

20 g Butter

 

Für die Zimt-Zwetschgen

 1 kg entsteinte Zwetschgen

80 g Rohrohrzucker

2 TL gemahlener Zimt

Halbiert die Zwetschgen und gebt sie mit etwa 80 ml Wasser, dem Zucker und dem Zimt in einen Topf. Erhitzt sie unter Rühren für ca. 10 Minuten. 

Für den Grießbrei vermischt Ihr etwa 200 ml Milch mit dem Grieß und rührt ihn so lange ein, bis sich alle Klümpchen aufgelöst haben. 

Gebt nun alle restlich Zutaten in einen Topf und bringt sie zum Kochen. Reduziert die Hitze auf mittlere Stufe, rührt den angerührten Grieß ein und lasst alles unter ständigem Rühren etwa 10 Minuten weiter köcheln.

Richtet den Grießbrei mit den Zwetschgen in 8 Schälchen oder Gläsern an und genießt.

So, und jetzt bin ich gespannt... was ist Euer liebstes Dessert, was Kindheitserinnerungen wach ruft? Ich freue mich auf Eure Kommentare :)

Viel Spaß beim Nachmachen und Vernaschen!

 

Herzlichst, Ria

Vielen Dank an den Biohof Bursch für die Einladung zu diesem spannenden Tag. Für den Bericht über das Event bin ich nicht bezahlt worden und ich äußere hier meine eigene, freie Meinung :)

Kommentar schreiben

Kommentare: 0