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Nusszopf

Wer bei mir schon ein bisschen gelesen hat, wird wissen, dass ich eine große Schwäche für Leckereien aus der Bäckerei habe... keine Torten, selten Kuchen - die mochte ich damals meist schon lieber von Mama - aber solche "Schweinereien" wie Puddingteilchen, Amerikaner, Quarkbällchen, lecker gefüllte Punderteilchen und Weckchen aller Art sind mein Laster. Ein etwas größeres "Teilchen", das ich immer wieder gerne nasche ist ein Nusszopf.

Dabei ist mir wichtig, dass der Teig nicht trocken ist, sondern innen schön weich und saftig. Außen darf es knusprig sein, der Zuckerguss darf aber nicht so klebrig sein und die Nussfüllung muss nach etwas schmecken.

Ganz schön viele Ansprüche an sei ein einfaches Hefegebäck. Ob ich das wohl selber hinbekommen habe ich mich natürlich gefragt und prompt ausprobiert. 

Ich möchte so viel verraten: JA, es hat geklappt. JA, es war wie gewünscht. Und NEIN, ich werde meine Nusszöpfe demnächst nicht mehr beim Bäcker kaufen können :)

Rezept

Für einen sehr großen oder 2 kleinere Zöpfe braucht Ihr:

Für den Teig

550 g Weizenmehl

1 Würfel Frischhefe

80 g Zucker

1 Tüte Vanillezucker

250 ml Milch

80 g Butter

1 Ei

Für die Füllung

150 g gemahlene Mandeln

150 g gemahlene Haselnüsse

80 g Vollrohrucker

30 g Rohrohrzucker

3 TL Lebkuchengewürz

50 g weiche Butter

100 ml Milch

Für den Guss

150g Puderzucker

einige EL Sahne

Erwärmt in einem kleinen Topf die Milch mit dem Zucker, gebt die Butter hinein und lasst sie schmelzen (die Milch sollte nicht kochen!). Lasst die Milchmischung auf Handwärme abkühlen und bröckelt dann die Hefe hinein. Die Hefemilch sollte ca. 10 Minuten stehen, auf der Oberfläche werden sich dann einige Blasen gebildet haben.

Gebt das Mehl in eine Schüssel, drückt eine Mulde in die Mitte und gießt die Hefemilch hinein. Fügt das Ei und den Vanillezucker hinzu und verknetet es am besten mit dem Knethaken der Küchenmaschine oder Euren Händen zu einem glatten Teig. Er sollte nicht mehr am Schlüsselrand kleben.

Deckt die Schüssel mit einem Küchenhandtuch ab und stellt sie an einen warmen Ort. Dort kann der Teig ca. 1 Stunde gehen. 

In dieser Zeit bereitet Ihr die Füllung zu. Dafür verrührt Ihr alle Zutaten zu einer krümelig-streichfähigen Masse. Sollte sie Euch zu fest sein, gebt noch ein wenig mehr Milch hinein.

Wenn der Teig sein Volumen mindestens verdoppelt hat, holt ihn aus der Schüssel und knetet ihn kräftig durch. Rollt ihn auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von ca. 40x50 cm aus. Verteilt nun vorsichtig die Füllung darauf und rollt den Teig von der langen Seite her eng zu einer Wurst auf.

Schneidet diese längs in zwei Stränge, die ihr miteinander verdreht. Knickt den Zopf in der Hälfte und verdreht die entstanden Stränge wiederum miteinander.

Legt den Zopf auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und lasst ihn noch einmal 20 Minuten ruhen.

Heizt den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vor.

Backt den Nusszopf ca. 40 Minuten, bis er goldbraun ist.

Für den Guss verrührt Ihr ca. 150 g Puderzucker mit einigen EL Sahne. Der Guss sollte nicht zu flüssig sein. Gebt ihn über den Zopf, solange er noch warm ist. 

Lasst den Nusszopf ein wenig abkühlen und genießt ihn dann am besten lauwarm.... aber auch nach 2 Tagen schmeckt er immer noch innen saftig und außen schön crunchig!!!

Ich wünsche Euch ganz viel Spaß beim Nachbacken und Vernaschen!

 

Herzlichst, Ria

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