Kürbis-Zimtschnecken-Kuchen

Zimtschnecken mit Kürbis

Wenn man im Moment über Märkte und durch Supermärkte läuft, kommt man an Ihnen gar nicht vorbei: Kürbisse in allen Größen, Formen und Farben.

Ich freue mich immer besonders, denn eins meiner allerliebsten Gemüse ist der Kürbis. Er ist außerordentlich vielfältig zu verarbeiten... gebacken, gekocht, püriert oder aus der Mikrowelle, wenn es mal schnell gehen soll <3

 

Das heutige Rezept vereint den besagten Kürbis mit lecker locker luftig leichten Zimtschnecken, die auch ein wenig nach Herbst schmecken.

 

Ihr könnt Sie natürlich als Schnecken einzeln backen, oder wie ich, eine Art Kuchen daraus machen - das finde ich besonders hübsch.

 

Bereitet zunächst das Kürbispüree zu. Für dieses Rezept werdet Ihr 200g davon benötigen. Ihr könnt es aber sehr gut auf Vorrat kochen und dann portioniert einfrieren. Das Püree lässt sich in vielen weiteren Rezepten einsetzen und kann auch so - dann natürlich abgeschmeckt - gelöffelt werden :) Dafür nehmt Ihr einen Kürbis Eurer Wahl, schält ihn, befreit ihn von Kernen und schneidet ihn in kleine Stücke (beim Hokkaido entfällt das Schälen). Kocht den Kürbis in Wasser weich, gießt das Wasser ab und püriert das ganze. Lasst das Püree abkühlen.

Hier alle Zutaten für einen Kuchen mit 26 cm Durchmesser (Springform):

650 g Mehl

1 Würfel Hefe

100 g Zucker

1 TL gemahlener Kardamom

1/2 TL gemahlener Anis

1/2 TL Zimt

200 g Kürbispüree

180 ml lauwarme Milch

1 Prise Salz

100 g Butter

1 Ei

 

Ausserdem:

100 g geschmolzene Butter

100 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse

100 g brauner Zucker

2 TL Zimt

150 g Puderzucker

einige EL Orangensaft

Zimtschnecken mit Kürbis

Gebt das Mehl in eine Schüssel und drückt eine Mulde in die Mitte.

Bröselt die Hefe (ich arbeite am liebsten mit frischer Hefe) hinein, streut etwas Zucker darüber und gebt die Milch darauf.

Die restlichen Zutaten gebt Ihr auf den Mehlrand (Butter in kleine Würfel schneiden) und lasst die Hefe gehen.

Wenn sich deutlich Blasen auf der Milch gebildet haben verknetet Ihr alle Zutaten zu einem glatten Teig. Das geht mit der Küchenmaschine oder dem Handrührer mit Knethaken am leichtesten.

Wenn Ihr von Hand knetet, achtet darauf, dass der Teig wirklich glatt ist. Er sollte nicht mehr kleben. Erreicht Ihr dieses Ergebnis nach ca. 10 Min. kneten nicht, gebt noch etwas Mehl hinzu.

Lasst den Teig dann an einem warmen Ort zugedeckt gehen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Gebt dem Teig Zeit, er darf gerne eine Stunde oder länger gehen.

Vermengt in einer Schüsseln die Mandeln mit dem braunen Zucker und dem Zimt und schmelzt die Butter.

Kürbis-Zimtschnecken-Kuchen

Wenn der Teig aufgegangen ist, knetet ihn noch einmal kurz durch und rollt ihn etwa 1 cm dick aus in Form eines eher länglichen Rechtecks aus. Darauf verteilt Ihr mit dem Pinsel flüssige Butter und das Zucker-Mandel-Zimt-Gemisch. Rollt den Teig nun entlang der längeren Seite und schneidet ihn in etwa 3 cm breite Schnecken. Diese stellt Ihr mit den Schnittkanten nebeneinander in die mit Backpapier ausgelegte Backform und lasst sie weitere 20 Minuten ruhen.

Heizt den Ofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vor. Backt sie im vorgeheizten Backofen ca. 25-30 Minuten, bis sie goldgelb sind.

Wenn Ihr die Schnecken einzeln backen möchtet, verteilt sie mit einigem Abstand auf einem (wahrscheinlich braucht Ihr 2) mit Backpapier ausgelegtem Backblech und backt sie auch etwa 25 Minuten, eventuell etwas kürzer.

Kürbis-Zimtschnecken-Kuchen

Während die Schnecken im Ofen sind könnt Ihr schon einmal den Zuckerguss anrühren. Fügt dafür dem Puderzucker so lange esslöffelweise unter Rühren Orangensaft hinzu, bis eine streichfähige, aber dicke Paste entstanden ist. Wenn der Schneckenkuchen (oder die Schnecken) fertig gebacken ist, lasst ihn ein paar Minuten abkühlen und bestreicht ihn dann mit dem Zuckerguss.

Wenn die Schneckchen etwas abgekühlt sind könnt Ihr sie am besten noch lauwarm geniessen.

Durch den Kürbis bekommen sie eine schöne Farbe, der Geschmack danach ist dezent, aber (das variiert auch je nach Kürbissorte) vorhanden.

Dem einen oder anderen mag das Rezept bekannt vorkommen, in etwas abgewandelter Form, und auch der Look dieses Schneckenkuchens dürfte Euch nicht fremd sein... vor wenigen Wochen habe ich eine Variante mit Johannisbeeren und Marzipan gemacht :) Vielleicht ist das ja auch etwas für Euch.

Und wer noch mehr Schneckeninspiration sucht, ist bei baking and more genau richtig. Dort gibt es nämlich eine herbstliche Schneckerei, bei der ich mit diesem Schnecken-Kuchen gerne dabei bin :)

 

Ich wünsche Euch ganz viel Spaß beim Nachbacken und Vernaschen.

Herzlichst, Ria

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Antje (Dienstag, 25 Oktober 2016 17:18)

    Da ich noch einen halben Kürbis übrig hatte und keine weitere Kürbissuppe machen wollte, habe ich mich einmal an dein Rezept gewagt und bin begeistert. Sehr einfach in der Zubereitung und durch die Schnecken sah er toll aus. Alle wollten wissen, wie man das macht. Ich hatte zwar den Puderzucker vergessen und daher fehlte einigen die Süße, aber ich fand ihn dadurch toll, weil man so erst die Gewürze geschmeckt hat. Diesen Kuchen wird es wieder geben.

    Aber was soll mit dem 2. Ei (unter "außerdem) passieren?

  • #2

    Ria | fraustillerbackt (Dienstag, 25 Oktober 2016 17:34)

    @Antje: Vielen Dank für deinen Kommentar! Ich freue nichts sehr, wenn der Kuchen gut angekommen ist und Euch gut geschmeckt hat